Ein Stück Las Vegas in Europa

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In Las Vegas hat das teuerste Kasinohotel aller Zeiten eröffnet. Nun richtet die Branche ihre Blicke ins Ausland: Nachdem in der Vergangenheit vor allem Asien als Expansionsziel galt, ist jetzt der europäische Markt ins Visier genommen worden. Der weltgrößte Kasinobetreiber Harrah's hat zwei Großprojekte angekündigt, eines in Spanien und eines in Slowenien an der Grenze zu Italien.

Harrah's wagt sich mit dem Sprung nach Europa auf einen Markt vor, in dem das Glücksspiel in Kasinos weitaus weniger verbreitet ist als in Amerika und darüber hinaus stärker reguliert wird. In Deutschland zum Beispiel vergibt der Staat Konzessionen an die Betreiber der Spielbanken und überwacht die rund 60 Kasinos. In Italien finden sich im ganzen Land nur vier Spielbanken. Dieses knappe Angebot machen sich angrenzende Länder wie Slowenien zunutze, wo es heute 14 Kasinos gibt.

Auch das von Harrah's geplante Haus im slowenischen Nova Gorica liegt direkt an der Grenze zu Italien. Nach Angaben von Harrah's sind im vergangenen Jahr fast zwei Millionen Ausländer zum Glücksspiel nach Slowenien gereist. Das Projekt in Spanien soll dagegen mitten im Land liegen, in einem riesigen Unterhaltungs- und Wohnkomplex nahe Ciudad Real, einer Stadt mit 67.000 Einwohnern, die rund 200 Kilometer südlich von Madrid liegt.

Sowohl in Spanien als auch in Slowenien plant Harrah's riesige Anlagen nach amerikanischem Vorbild. Neben den eigentlichen Kasinos sind Luxushotels mit bis zu 1.200 Zimmern vorgesehen, außerdem Theater, Konferenzzentren und Einzelhandel. Beide Projekte sind Gemeinschaftsunternehmen mit einheimischen Gesellschaften. Die Investition in Slowenien beziffert Harrah's auf 700 Millionen Dollar, in Spanien sollen es 670 Millionen Dollar sein.

Mit dem Bau des spanischen Kasinohotels will Harrah's Ende kommenden Jahres beginnen. Die Eröffnung ist für 2008 angedacht. Für Slowenien nennt das Unternehmen bislang keinen Zeitrahmen. In beiden Fällen ist Harrah's noch auf Genehmigungen der Behörden angewiesen. In Slowenien führt das Unternehmen zum Beispiel Gespräche mit der Regierung, um Einschränkungen für ausländische Investitionen überwinden zu können.


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